Hermann Arnold – Mitgründer, Verwaltungsratspräsident, Ermutiger 
bei Haufe-umantis AG

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Wie arbeiten wir in 10 Jahren? Während wir heute oftmals in tradierten Strukturen arbeiten und denken, schreitet die technologische Entwicklung mit weiter zunehmender Dynamik voran. Entwicklungszyklen verkürzen sich, während wir selbst kaum mithalten können. Betrachtet man unter diesem Aspekt insbesondere die sich verändernde Arbeitswelt, so stellt sich die Frage:  Wie wird “neue Arbeit” aussehen? Um diese Fragestellung aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, habe ich Wissenschaftler, Geschäftsführer, Personalfachleute, Führungskräfte, Selbstständige und Angestellte zu Ihrer Vision von Arbeit in 10 Jahren (2024/2025) befragt.


hermann arnoldHermann Arnold

ist Mitgründer, aktiver Verwaltungsratspräsident und Ermutiger der Haufe-umantis AG. Seit Jahren beschäftigt er sich mit konkreten Fragestellungen guten Mitarbeitermanagements und den Auswirkungen des Internets auf die Führungszusammenarbeit. Er berät multinationale Unternehmen, hält Vorträge an Universitäten und Konferenzen und publiziert in Fachzeitschriften und Büchern.


Lieber Herr Arnold, ich freue mich sehr, dass Sie sich bereit erklärt haben Ihre Gedanken und persönlichen ArbeitsVisionen2025 hier mit uns zu teilen. 

Welche 3 Begriffe fallen Ihnen spontan zum Thema „Arbeiten im Jahr 2025“ ein?

  • Agilität
  • Netzwerk
  • Selbstbestimmung

Was verbinden Sie mit diesen Begriffen? 

  • Agilität: ständiger Wandel, permanente Innovation, Herausforderung, Entwicklung
  • Netzwerk: flexible Zusammenarbeit mit denen, die Mehrwert bringen, Crowd Reputation
  • Selbstbestimmung: unternehmerisch, Mitarbeiter führen Unternehmen, Arbeitsplatzdemokratie

Was denken Sie, wie, wo und mit wem wir in 10 Jahren arbeiten? 
Wir werden in 10 Jahren viel flexibler arbeiten, sowohl bezüglich der Zeit, dem Ort, den Inhalten und den Zusammenarbeitspartnern. Wir werden mehr unterstützende Technologie haben, die uns unterbruchsfrei wieder hilft, uns mehr in die Augen zu schauen, selbst wenn weit entfernt voneinander miteinander arbeiten.

Was hat sich in den letzten 10 Jahren, also in der Zeit von 2004 bis heute, konkret verändert? Können Sie ein paar Beispiele nennen?

  • Internet 2.0: Mit dem Internet 2.0 erleben wir eine sehr viel stärkere Vernetzung, die zudem eine viel unmittelbarere Kommunikation einzelner Marktteilnehmer ermöglicht (Disintermediation). Infolgedessen beobachten wir ein neues Vertrauensverhältnis und stärkeres Empowerment der Kunden.
  • Neue Arbeitskonzepte: Der gravierende Wandel durch das Internet 2.0 schlägt sich auch in unserer Art zu arbeiten nieder – Hierarchien flachen ab, Mitarbeitern wird mehr Vertrauen geschenkt und Empowerment eingefordert.
  • Massive Innovationen: In etlichen Bereichen – wie  Medizin, Mobilität, Gastfreundschaft und Geschäftsmodellen führen die neuen Technologien zu einer Vielzahl an neuen Entwicklungen.
  • Mobilisierung: Smartphones, Wearables, 3G und Flatrates führen dazu, dass wir eine neue Form von Mobilität erleben.
  • On Demand: Es gibt einen Wandel von permanentem Besitz zu permanenter Verfügbarkeit – die sogenannte Shareconomy. Prominente Beispiele: Airbnb und Uber.
  • Big Data: Technologien zur Analyse komplexer, unstrukturierter Daten bieten vielfältigste Möglichkeiten (aber auch Risiken) in nahezu allen Bereichen unseres Lebens.

Warum ist das so? 
Das Internet als Basistechnologie hat einen breiten Durchbruch erfahren und in seiner Folge viele neue Trends ausgelöst und ermöglicht.

Was wünschen Sie sich persönlich für 2025 in Bezug auf Ihre Arbeit?
Dass sie mir weiterhin Spaß macht – und ich einen Beitrag zur Verbesserung unserer gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Umwelt leisten kann.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme an der Interviewreihe - ich freue mich schon 2025 mit Ihnen gemeinsam diese Antworten noch einmal zu reflektieren.

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