Siegfried Baumeister – erfahrener, führender Kopf im Personalmanagement

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Wie arbeiten wir in 10 Jahren? Während wir heute oftmals in tradierten Strukturen arbeiten und denken, schreitet die technologische Entwicklung mit weiter zunehmender Dynamik voran. Entwicklungszyklen verkürzen sich, während wir selbst kaum mithalten können. Betrachtet man unter diesem Aspekt insbesondere die sich verändernde Arbeitswelt, so stellt sich die Frage:  Wie wird “neue Arbeit” aussehen? Um diese Fragestellung aus möglichst unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten, habe ich Wissenschaftler, Geschäftsführer, Personalfachleute, Führungskräfte, Selbstständige und Angestellte zu Ihrer Vision von Arbeit in 10 Jahren (2024/2025) befragt.


siegfried-baumeister-248884-2Siegfried Baumeister

gehört zu den führenden Köpfen im Personalmanagement. Nach über 40 Jahren zieht er sich nun aus dem operativen Geschäft und seinen weiteren Rollen z.B. als Vorsitzendem der Initiative „Wege zur SelbstG,bH“ e.V. zurück. Hier wagt er - mit all seiner Erfahrung- einen Blick in die Zukunft. 


Lieber Herr Baumeister, ich freue mich sehr, dass Sie sich bereit erklärt haben Ihre Gedanken und persönlichen ArbeitsVisionen2025 hier mit uns zu teilen. 

Welche 3 Begriffe fallen Ihnen spontan zum Thema „Arbeiten im Jahr 2025“ ein?

  • Vernetzt
  • Selbstbestimmt
  • Hierarchiefrei

Was verbinden Sie mit diesen Begriffen? 
Eine digitale Arbeitswelt, in der sich die Menschen von einem sie bevormundenden Machtsystem deutlich emanzipiert haben. Sie haben gelernt, sich zu vernetzen und ihre Anliegen selbstbewusst und auf Augenhöhe zu artikulieren. Dabei werden sie sich auch nicht mehr in unterschiedliche Rollenmuster aufteilen lassen - Bürger, Wähler, Steuerzahler, Verbraucher, Arbeitnehmer - , sondern als Gesamtpersönlichkeit auftreten und entsprechend respektvoll behandelt werden wollen. Dabei werden die Komplexität und auch Konfliktpotentiale durchaus zunehmen und neue Anforderungen stellen.

Was denken Sie, wie, wo und mit wem wir in 10 Jahren arbeiten? 
Digital, mobil, in vernetzten Teams, die Führung als Moderation, Coaching oder Mediation brauchen, also als Dienstleistung.

Was hat sich in den letzten 10 Jahren, also in der Zeit von 2004 bis heute, konkret verändert? Können Sie ein paar Beispiele nennen?
Der technologische Fortschritt in der Informationsverarbeitung hat zu echten Quantensprüngen geführt. Internet, Social Media, Smartphones, Tablets etc. haben sich in einem rasanten Tempo von exotischen Spielereien zu neuen Formen des Zusammenlebens und -arbeitens entwickelt. Dieser Trend wird sich weiter beschleunigen.

Warum ist das so? 
Weil sich das Phänomen der sozialen Beschleunigung als existent und als in immer kürzeren Zyklen auch innerhalb einer Generation erlebbar erweist.

Was wünschen Sie sich persönlich für 2025 in Bezug auf Ihre Arbeit?
Soweit am Ball bleiben zu können, dass ich die Entwicklungsgeschwindigkeit noch wahrnehme, verstehe und einordnen kann, selbst wenn ich rein „handwerklich“ nicht mehr aktiv werde teilnehmen können.

Vielen Dank für Deine Teilnahme an der Interviewreihe - ich freue mich schon 2025 mit Ihnen gemeinsam diese Antworten noch einmal zu reflektieren. 

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